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Lausitzer Leuchttürme
Im
Auftrag der Ilse Bergbau AG baute der Architekt Georg von Mayenburg eine
Siedlung für Arbeiter, die in die Niederlausitz geholt wurden, um schwarzes
Gold zu Geld zu machen. Er baute nicht er zauberte. Aus Klinkern und Säulen,
Fachwerk und Farben schuf er eine kreisrunde Anlage, in der kein Haus dem
anderen gleicht. Harmonie und spielerische Individualität des Jugendstils für
Arbeiter. Der
Dornröschenschlaf von Marga, der im Verfall eines architektonischen Kleinods tödlich
hätte enden können, ist vorbei. Die Siedlung strahlt wieder. Denn Marga wird
von der Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG) denkmalgerecht saniert. Über 40
der 397 Wohnungen sind bereits wiederhergestellt. Im Sommer 2000 soll die
Sanierung abgeschlossen sein. Rund 80 Millionen DM investiert die TLG und wird
dabei durch Landes- und Bundesmittel unterstützt. Arbeiten und Wohnen waren
untrennbar verknüpft in der Region, die Jahrhunderte lang von der Kohleförderung
geprägt war. Nach der Wende wurden Kohleabbau und Industrie abrupt zurückgefahren.
Die Niederlausitz steht heute vor der Herausforderung eines besonders
tiefgreifenden Strukturwandels und einer Landschaftsneugestaltung gigantischen
Ausmaßes. „Wir
wollen Innovationen aus Tradition schaffen und unterschiedliche Ansätze für
die Bewältigung des tiefgreifenden Umbruchprozesses präsentieren“, bringt
Projektleiter Dr. Dietmar Holoda seine Ziele auf den Punkt. Er ist Chef des
Zentrums für Entwicklung,
Innovation und Technologie(Z.E.I.T.GmbH), das mit dem Innovationszentrum
Metallbau in Lauchhammer und mit dem Kompetenzzentrum Kunststoffe in
Schwarzheide zwei EXPO-Untervorhaben betreibt. In Schwarzheide wiederum wird das
Kompetenzzentrum Kunststoff den Technologietransfer zwischen Forschung und
Industrie fördern und neue Firmenansiedlungen initiieren: Hier hat BASF die vor
der Wende ansässige Polyethanproduktion saniert und mehr als 2.000 Arbeitsplätze
gesichert. Mittelständisches Kunststoffbetriebe folgten. Das
Untervorhaben “Sanierungstechniken für Bergbaurestlöcher um Senftenberg“,
präsentiert neue Technologien zur Sanierung von Tagebaulandschaften: Rütteldruckverdichtung
gegen nachrutschende Erdmassen, Grundwassermanagment für gute Wasserqualität
und Regulierung des Wasseranstiegs nach dem Kohleabbau. Ob Schaugießen in der
Kunstgießerei Lauchhammer, ob die gigantische Förderbrücke F60 oder der
Surface Miner der Firma MAN Takraf als Tagebau-Innovation in Aktion: Ein
Streifzug auf der EXPO bietet Einblicke in eine außergewöhnliche Region.
Zentraler Anlaufpunkt ist eine Ausstellung in der Niederlausitz-Halle in
Senftenberg.
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