Die städtebauliche Gesamtanlage
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Die städtebauliche Gesamtanlage der Gartenstadt MARGA

 Die Standortwahl an der „Chaussee Ruhland-Senftenberg“ erfolgte unter Berücksichtigung des schon erschlossenen Kohlefeldes MARGA und deren Hochkippen. Diese Tagebauanlagen lagen auf der Höhe der Dorfanlage Brieske zwischen Chaussee und Eisenbahntrasse, so daß sich eine unmittelbare Anlagerung der Siedlung an das Dorf verbot.

Die im Bau befindliche Brikettfabrik und deren südlich vorgelagerten „Ledigensiedlung“ waren bei Erhalt eines Waldgürtels (offensichtlich  als Staubschutzstreifen) die Zäsur zur, für den Siedlungsbau geeignete, Fläche, die dennoch unmittelbar dem Werkseingang vorgelagert war. Das Terrain war tischeben, unbebaut und ohne nennenswerten Baumbestand, so daß es keine topographischen Hemmnisse für eine mögliche „Reißbrettschöpfung“, also ein geometrisches Planungsprinzip gab. Da ein Wettbewerbsentwurf gefordert war, so obsiegt die originäre, einprägsame städtebauliche Figuratuion, die Radial-Ring-Struktur mit einem Zirkelschlag um den Marktplatz. Dem Kreisring wurde nur in Richtung Werkseingang ein weiteres Kreissegment angelagert, das an den einzig vorhandenen Gebäuden, einem Gutshof, anschloß und in einer Straßenrandbebauung an der Chaussee endete. Gutspark und die Neuanlage einer Gärtnerei bilden so eine naturräumliche Zäsur zu Werksanlagen und Tagebau.

Ohne Ringschluß bleibt die Siedlung bedinglich nördlich der Schule durch das „Einschieben“ einer Fußballwiese, die mit der Festwiese und dem nicht ausgeführten Schulgarten und der Reitbahn einen Grünzug bilden sollten.

Die städtbauliche Kompositionselemente sind in Entwurf und Ausführung erkennbar mit:

 . dem Grünring als stabilem Bebauungsrand

. den zum Markt laufenden radialen Straßen

. den Kreuzungspunkten und Einmündungen der Radialen , Ring- und Parkstraße

. der rechteckigen Platzanlage des Marktes

. den Wohnhöfen.

 

Howards schematisches Gartenstadtkonzept